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Info Eisrettung:

Medizinische Aspekte

Es muß bei einem aus Eiswasser geretteten Patienten immer davon ausgegangen werden, dass eine Unterkühlung (Hypothermie) vorliegt. Besonders gefährdet sind Personen die dünn und/oder alt sind oder unter Alkoholeinfluß stehen.

Gradeinteilung der Unterkühlungen (Körperkerntemperatur)
1. Grad:37-34°CPhase der Erregungssteigerung: Patient ist bewustseinsklar, Puls und Blutdruck sinken, Kältezittern, Schmerzen, Haut blass und kalt.
2. Grad:34-30°CPhase der Erregungsabnahme: Somnolenz, keine Schmerzen, Muskelstarre, Bradykardie, Arrhythmie, arrhythmische Atmung, Bewustseinsstörungen.
3. Grad:30-27°CPhase der Lähmung: Koma, kaum tastbarer Puls, absolute Arrhythmie, Atemfequenz und Atemtiefe nehmen ab, Apnoephasen, keine Reflexe, Bewustlosigkeit.
4. Grad:< 27°CPhase des Scheintodes/Todes: Koma, keine Pupillenreaktion, Atem und Kreislaufstillstand.

Jedoch werden auch durch die herabgesetzte Körpertemperatur alle Körperfunktionen derartig abgebremst, dass auch ein Zellsterben - insbesondere bei den Hirnzellen - massiv verzögert wird.

Reanimationsmaßnahmen können in Verbindung mit vorsichtigem Wiedererwärmen im Krankenhaus noch nach 30-60 Minuten Kreislaufstillstand erfolgreich sein. Der Tod eines hypothermischen Patienten kann erst nach Wiedererwärmung festgestellt werden. Das heißt:

Niemand ist tot, bevor er warm ist und tot !

Basismaßnahmen

  • Vermeiden des Bergungstodes (Benutzung von Schaufeltrage oder Vakuummatraze)
  • Notarzt immer erforderlich, vorgewärmtes Rettungsfahrzeug bereit stellen
  • Nasse Kleidung entfernen, Extremitäten nicht bewegen, Körper in Decken oder Goldfolie wickeln
  • Vorsichtige Wiedererwärmung, “After Drop” vermeiden
  • Venösen Zugang legen (ca. 1000 ml vorgewärmte Ringer-Lösung), Hypervolämiegefahr
  • Basismonitoring (RR, P, EKG, SpO2, Temp. rektal)
  • Sauerstoffgabe: 6-8 l/min
  • Ggf. Reanimation (bei Körpertemperatur < 30°C spricht der Körper nicht auf Katecholamine und Defibrillation an)
  • Frühzeitige Intubation (sofern Sättigung unter 85 %)
  • Krankenhaus mit Dialyseabteilung bevorzugt anfahren

Weitere Infos:

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